Fahrt in die Wüste – der erste Tag
Ungewöhnlich für Ferien mussten wir den Wecker stellen. Nicht weil es besonders früh war, sondern weil wir pünktlich bereit sein mussten. Am Vorabend hatten wir unser Gepäck so bereitgemacht, dass in Koffern noch das blieb, welches wir für das Trecking nicht benötigten und in den Rucksäcken die Ersatzkleider und die Schlafutensilien für unterwegs. Das Frühstück genossen wir reichlich, wir wussten, dass nun zehn karge Tage kommen würden. Rasch war das Gepäck im Geländefahrzeug verpackt. Nach einigen Zwischenhalten im Dorf Douz wo noch Lebensmittel dazu kamen ging es südöstlich von der Oase weg. Bald war auch auf den Handies kein Empfang mehr. Nach über zwei Stunden fahrt gab es einen kleinen Zwischenhalt in einem typischen Restaurant in der Wüste.
Typisch und wichtig ist der Schutz von dem Wind. Das Angebot umfasst immer Tee, manchmal auch Kaffee. Die Küche haben wir noch nie getestet, aber etwas zu Beissen würde es sicher auch geben.
Nur noch eine kurze Etappe und wir erreichten den Ausgangsort. Zwei Kameltreiber waren mit den Tieren bereits vorausgegangen. Diese Autofahrt von gut drei Stunden bedeutet mit den Kamelen zwei Tagesetappen, die so eingespart wurden.
Ali und Salem hatten ein einfaches Mittagessen vorbereitet.
Weil es so stark windete und recht kühl war, ging es recht rasch. Es gabe Fladenbrot, Käse und Tee. Dann wurden die Tiere beladen, Ben der uns mit seinem Geländefahrzeug hierhin brachte, verabschiedete sich und wir zogen südwärts los.
So nahmen wir die ersten Kilometer Sand unter unsere Füsse.
Wieder da …
… bin ich aus den Ferien, aber noch immer nicht die Motorrad-Saison. Zwar gibt es einige unentwegte, welche trotz eisigen Temperaturen am frühen Morgen auf dem Motorrad zur Arbeit fahren. Noch ist es aber für mich zu kalt dazu.
In den Ferien war es zwar auch manchmal kalt. Im Süden von Tunesien, ausgehend von Douz waren wir zehn Tage mit Kamelen nach Ksar Ghilane unterwegs. Eine total andere Geschichte als Motorrad fahren, und trotzdem viel verleichbares.
Die Einheimischen fahren zwar selten Motorrad. Die motorisierten Zweiräder sind aus der Juniorenliga. In früheren Jahren herrschten die hellblauen Motobecan vor, die sind jetzt aber von japanischen Modellen jedoch verdrängt worden. Unglaublich sind die vielfältigen Abänderungen. Kaum ein Mofa gleicht dem anderen. Wimpfel, Verzierungen, Schutzgitter vor der Lampe, bunte Kleber, usw. verändern jedes Fahrzeug. Allen aber gemeinsam scheint, dass die Schalldämpfung nicht mehr vorhanden ist und zum Starten viel Kraft gebraucht wird.
Ksar Ghilane war es dann ganz anders. Diese kleine Oase in umnittelbarer Nähe des Fort Leclerc ist zu Fuss rasch durchschritten. Allerdings gibt es hier Motorräder. Typ Enduro, Besitzer sind Europäer, die über die Piste vom Norden kommend Ausflüge in die Sanddünen machen. Deren Spuren haben wir schon zwei Tage früher in den Dünen gesehen. Mehr aber nicht. Nach zehn Tagen der Ruhe kam uns der Betrieb, ja die Hektik in Ksar Ghilane gerade zu absurd vor.
Was wir sonst noch erlebten, davon berichte ich in den nächsten Beiträgen.
Schielen auf die nächste Saison …
können wir gut. Und die Zeitungen machen uns doch gluschtig. Was steckt wohl alles hinter diesem Beitrag der NZZ am Sonntag NZZaS ? Was wird wohl alles auf unseren Strassen ab nächsten Frühjahr rollen? Mein Wunsch ist immer noch ein umweltfreundlicher Cruiser. Ob Batterie oder Brennstoffzellen ist mir eigentlich egal – hauptsache, es stinkt nicht zum Himmel und es lässt sich noch lässig über die Landstrassen cruisen.
Let’s hope the best!
MarkyTarky.
Vorbei die Saison
„Mit der schönen und wärmeren Witterung und den langen Abenden beginnt auch im Kanton Basel-Landschaft die diesjährige Motorrad-Saison. …“ so beginnt die Meldung der Kantonspolizei Baselland am 2. April 2007.
Wehmütig schaue ich auf die verschneite Landschaft. Zwar sind die Strassen mehrheitlich trocken. Aber ganz geheuer ist es mir auf der Strasse jetzt nicht. Überfrierendes Schmelzwasser hat mich vor einigen Jahren in die Wiese katapultiert. Zum Glück nur mit kleinen Blessuren habe ich den Sturz in die Landschaft überstanden. Keine Bäume oder Pfosten waren im Sturzraum. Darum hoffe ich auf die etwas milderen Tage mit Temperaturen über Null Grad, damit wieder die Strasse unter die Räder kommt.
Also, wer jetzt unterwegs ist: Drive safely.
MarkyTarky
Wirklich etwas Neues?
Honda präsentiert mit der DN-01 eine neue Maschine. Radstand und Sattelhöhe wie ein Cruiser, Schnauze und Verkleidung wie ein Tourer und Sitze wie bei einem Roller. Dazu ein Automatikgetriebe, wie wir es nur von den oft belächelten „Sofa-Fahrern“ kennen. Wie die NZZ berichtet, soll das in Mailand an der EICMA für Aufsehen sorgen.
Das kann ich mir gut vorstellen. Es braucht ein wenig Angenwöhnung, wie seinerzeit bei den Cruisern von BMW. Nur kommt mit der DN-01 hier nicht einfach ein neues Modell sondern auch ein neues Konzept auf den Markt. Mit 60 PS gut bestückt aber keine Rennmaschine. Es fehlen Kupplung und Gangschaltung. Nur cruisen und geniessen. Ich bin auf eine Probefahrt gespannt.
Die DN-01 ist so neu, dass sie auf der Homepage von Honda Schweiz noch nicht vorgestellt wird. Mehr Informationen werden wohl bald in der ganzen Fachpresse zu finden sein.
Vielleicht gibt es ja eine Alternative zu meiner Shadow. Wer weiss?
MarkyTarky
Kalt ist’s geworden …
… und so musste nun das Winterfutter in die Jacke, die Sommerhandschuhe wurden gegen die dicken Winterlinge ausgetauscht und der Strumpf über den Kopf gezogen.
So maskiert und eingemummt wie ein Eskimo lässt sich noch gut am frühen Morgen bei Temperaturen knapp über Null Grad fahren. Aber höchsten so ein halbes Stündchen, dann werden die Hände langsam klamm.
Sehr gut lässt sich dann der Effekt der Fahrgeschwindigkeit fühlen. Angewandte Physik. Bei 80 km/h ist’s noch knapp erträglich, innerorts bei fünfzig schon beinahe „mild“. Wie machen die das im hohen Norden bei minus zwanzig?
Frost- und sturzbeulenfreie Fahrt wünscht
MarkyTarky
Sicher ist sicher,
und bis zu drei Vierteln sind bei Kollisionen die Automobilisten schuld. Der Film der AXA Winterthur zeigt deutlich, wo die Gefahren lauern: Bei Kreuzungen, wenn die Automobilisten die Motorräder nicht wahrnehmen oder die Geschwindigkeit unterschätzen.
Eigentlich müssten alle Automobilisten zuerst einmal Motorrad fahren, bevor sie mit dem Auto in den Verkehr dürfen.
Aber natürlich auch wir Biker können einiges tun, um unsere Sicherheit zu erhöhen. Für mich eine lehrreiche Erfahrung, einen ganz gewöhnlichen Frühjahres-Kurs zu absolvieren. Wieviele schlechte Gewohnheiten schleichen sich ein. Ein wenig zu stark links fahren, die Kurven spät anschneiden und nur immer dezent mit der Hinterradbremse Tempo reduzieren.
Nun habe ich’s mir umgewöhnt und ich bin gespannt, was es das nächste Mal zu verbessern gibt.
Einen Kniff noch eines erfahrenen Motorradfahrers habe ich mir angewöhnt. Ich zähle alle Fahrfehler, pro halbe Stunde darf die Quote von 1 nicht überschritten werden. Und als Fahrfehler gilt alles, was ich das nächste Mal nicht mehr so machen würde, inklusive den Blinker nicht stellen oder nicht zurückstellen. Ein gutes Achtsamkeitstraining.
Ride safely – ride long!
MarkyTarky
Sound
verspricht ein Elektrobike nicht. Und auch kein CO2. Ob es wohl gerade der richtige Startmartk ist, mit einer Elektroenduro zu starten, kann ich nicht beurteilen. Für mich ist Endurofahren immer mit Lärm und Geruch von Abgas verbunden. Meine ersten Fahrversuche machte ich auf einer Yamaha XT. Und es war wichtig, auf das genau Geräusch – will heissen: Lärm – des Motors zu achten, damit das Schalten problemlos war.
Schon bei den ersten Brennstoffzellen, welche in Miniatur-Form daher kamen, konnte ich mir vorstellen, leise, nur mit dem Pfeiffen des Windes, durch die Landschaft zu rollen. Mein persönlicher Fahrstil verlangt keine Spitzengeschwindigkeiten und eigentlich auch keine Spitzenbeschleunigungen. Gerade aber letztere sind bei Elektroantrieben eine grosse Stärke. Elektromotoren beschleunigen nahezu ohne Verzögerung. Alleredings zeigen Prototypen im Automobilbau, dass es ein grosses Gewicht an Batterien herumzukutschieren gilt. Der Tesla muss zum Beispiel über 400 kg an Elektrospeicher mitführen. Dafür kommt er damit auch gegen 400 km weit; meine Tankfüllung reicht gerade für 200 km.
Wann kommt das Tesla Bike zum cruisen? Ich wäre dabei. Und wem der Sound fehlt, kann sich auf seinem MP3-Player sicher eine ganze Palette von satten Sounds
herunterladen.
Einige schöne Herbsttage für angenehme und sichere Ausfahrten wünscht
MarkyTarky.
Blinken ist Glückssache,
dachte ich, bis auf die folgenden Erläuterungen vom Warnblinker gekommen bin. Ja, ich glaubte, es gäbe einen Zusammenhang mit Autopreis und vorhanden sein eines Blinkers. Je teurer das Automobil, um so eher gehören Blinklichter zum aufpreispflichtigen Sonderzubehör. Aber es gab dann zu viele Ausnahmen. Auch die Hypothese „GTI“ musste wiederlegt werden. Und geschlechtsspezifisch ist der Einsatz von Blinklichtern auch nicht.
So ist es mir ein Rätsel, warum die Blinker nicht eingesetzt werden. Sie sind eh vorhanden, kosten kaum etwas und unterstützen einem sogar bei der Fahrt, weil Blinker links stellen heisst: ja ich will nach links.
Spannend finde ich auch alle jene Fälle, die erst abbremsen, die Richtung ändern und dann erst blinken. Da weiss man, ah – der kommt jetzt von dort. Dabei wäre ein frühzeitiges Blinken für alle anderen Verkehrsteilnehmer hilfreich. Auch für Fussgänger, die dann nicht vergeblich auf ein herannahendes Fahrzeug warten. Ja, und es entspräche dann auch dem Art 39 des eidgenössischen Strassenverkehrsgesetzes.
Nun denn, versuche ich es einfach besser zu machen und konsequent und rechtzeitig den anderen Verkehrsteilnehmern anzuzeigen, wenn ich die Richtung ändern möchte. Und vergess’ ich’s einmal, hat ein Automobilist eine Blinkauslassung zu gute. Ich hoffe, ich erkenne einfach, wenn es soweit ist.
Es gibt aber auch Länder, in denen es nicht vorgeschrieben ist, mit dem Blinker die Richtungsänderung anzuzeigen. Dort ist es dann allerdings Pflicht, mit der Hand ein entsprechendes Zeichen zu geben.
Ride saftly – ride happy!
MarkyTarky
Fremdgehen
Bei manchem Händler steht eine Maschine ausgestellt, die mir schon noch gefällt. Ein Blick darauf und weiter geht es auf der Strasse.
Heute aber musste ich mal einen kurzen Halt einlegen. Eine Intruder, ca. 1500 ccm, in grün-blau, zweifärbig, ohne Schnick-Schnack und scheinbar noch nicht allzu alt. Wäre es mal was, statt mit meiner schlanken Shadow auf einer solchen fetten Sugi über die Landstrassen zu cruisen? Ist jetzt die Zeit dazu, eine neue Maschine zu kaufen? Jetzt im Herbst? Könnte der Preis gut sein? Über 80 Tausend auf dem Tacho – da wäre ein Ersatz doch schon bald fällig.
Oder aber kommt die Vernunft wieder und ich bleibe bei meiner alten Shadow.
Und bleibe Monogam. Oder vielleicht doch ein Probefährtchen? Das wäre so was wie ein Seitensprung – ein wenig Untreu und doch nicht ganz.
Ja, ja, ich träume mal davon.
Gute Nacht und gute Fahrt!
MarkyTarky
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